Fahrverhalten

  • Ersteller Ersteller speedster1
  • Erstellt am Erstellt am
Das Ding kommt - ausgenommen der Punkt Image - dem Optimum nahe.

Darfst mich ab sofort auch Troll nennen...... wenn das CBF Fahrwerk in der Nähe des Optimums kommt, dann liegt dieses verdammt niedrig.

Ich vermute aber eher dass du bisher zu wenige Motorräder mit gutem Fahrwerk gefahren bist. Und damit meine ich auch bis an die Grenzen der Fahrwerke.
 
Lese mal das Thema Fahrwerkseinstellungen, da wirst Du fündig was die Fahrwerksschwäche betrifft..... Und MafredK redet nicht vom touristischem durch die Gegend fahren!


Gesendet von meinem iPhone mit Tapatalk
 
Hab ich gemacht und kann aus der anderen Diskussion eine Wortmeldung zitieren, der ich voll und ganz zustimme:

----
Die SC64 ist die beste Fireblade die ich je hatte.
Leistung wo man sie braucht, im Drehzahlbereich von 2-7000U/min.
- eine vernünftige Sitzposition.
- eine gute Reichweite >300Km.
So eine "Eierfeile" mit Stummelgedöhns, brauch man nur, wenn man eine Profilneurose hat.
(oder als 2.Spielzeug für die RS)
- im richtigen Leben auf der Landstraße, bin ich mit der SC64 immer besser bedient.
----

So ist das nämlich.

Ich bin eine Zeit lang eine GSX-R 750 K9 mit 150 PS gefahren. Das Ding hat beim richtig Angasen nicht 10% so viel Spass gemacht wie die CBF 1000 F. Der Spass bei solchen Maschinen beginnt erst in einem Bereich, den ich Rennfahrern oder Lebensmüden überlasse. Einen wirklich erfahrbahren, im Sinne von wahrnehmbaren, spürbaren Spass hat man mit der CBF 1000 F viel eher. Und nochmal: Wo soll die Fahrwerksschwäche bei der Maschine liegen? Ich hab da noch gar nix gefunden.
 
Ich finds prima, wenn jemand mit dem Original-Fahrwerk zufrieden ist.
Ebenso prima find ich, wenn jemand mit dem Fahrwerk nicht ganz zufrieden ist und es optimiert.

Ist halt genau so wie mit den Farben und dem Zubehör oder den Reifen:
Hauptsache, es passt für den Besitzer bzw. die Besitzerin!

Optimieren oder besser individualisieren kann man immer...
 
Ohne Öl ins Feuer gießen zu wollen:
Ich bin überzeugt davon, Ein Normal-Fahrer und auch die, die es etwas (!) zügiger angehen lassen, bringen kein modernes Motorradfahrwerk mehr an seine Grenzen.
Zumindest nicht auf normalen Straßen und bei grober Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzungen.
Die CBF-Baureihe hat für mich ebenfalls nicht grundsätzlich ein Fahrwerk mit groben Mängeln.

Die Frage ist für mich einfach: Liegt der Fehler nicht eher bei einzelnen Eignern?
Die CBF ist nicht angetreten der absolute Kurvenwetzer zu sein. Es sind Gebrauchsmotorräder die vieles aus dem Motorradalltag beherrschen, aber eben nicht die Geräte für extrem sprortlich orientierte Piloten sein wollen.
Ein Könner, mit jahrelanger Erfahrung, bringt sicherlich jedes Serienfahrwerk an seine Grenzen.
Der Alltags-Freizeit-Hobby-Fahrer ganz sicher nicht.
Wenn die CBF die Fahrwerksqualitäten von Hause aus hätte, also auch Fähigkeiten für extrem sportliche Fahrweise wie andere Spezialisten der Rennerle-Fraktion, dann würde sie auch so viel kosten und hätte deren Ergonomie.

Ich glaube in den Foren wird manchmal nicht so ganz die Kirche im Dorf gelassen.
Sicher möchte ich keinem der jüngeren Piloten unter uns vorschlagen, Kräder die meinen Kumpels und mir zu Beginn unserer Mopedkarriere ab 1969 zur Verfügung standen mal vergleichsweise zu fahren.
Aber ich glaube mit einem kleinen Augenzwinkern sagen zu dürfen: Da wird heute (oft) auf einem recht hohen Niveau gejammert!

Ich hab mir ab und zu mal den Spaß gemacht, Piloten die Mopeten mit umgebauten Fahrwerken fahren nach ihren Erfahrungen und Einstellungen der Federelemente zu befragen.
Sorry, aber nach manchen Gesprächen hatte ich das Gefühl: Einige von denen haben sich da über Freunde oder eventuell auch manche Äußerung in Foren regelrecht einlullen lassen. Haben sich Edelteile zur Fahrwerksverbesserung vom Munde abgespart und sind danach nicht im Ansatz in der Lage, sowas überhaupt richtig einzustellen.
Ebenso habe ich natürlich niemanden unter diesen "Spezialisten" kennen gelernt, der nicht trotzdem von den Edelteilen schwärmte.
Wer gibt schon gern zu, richtig in die Geldbörse gegriffen zu haben, aber mit dem "Fahrwerkstraum" dann doch nicht richtig umgehen zu können.

Nochmal: Ich möchte nicht den Spielverderber geben, aber manchmal sollten wir unser Hobby auch nicht überkomplizieren.
Nicht alle der heutigen Motorradfahrer/innen sind so im Stoff wie manche der erfahrenen Cracks.
Wollen das eventuell auch gar nicht.
Die haben möglicherweise nur richtig Spaß an "unserem!!!" Hobby.
Werden aber eventuell von einigen wenigen Könnern durch die ständige Kritik an Serienfahrwerken verunsichert.
Und die wirklichen Könner mit sportlichen Ambitionen sind ja sicher nicht die primäre Käufer-Klientel einer CBF.

Wie gesagt, war nur mal so ein Gedanke von mir. :02 - zwinkern:
 
:19 - guter Beitrag: Ich denke mit dieser Äußerung kannst du eher mehr Leuten die Augen öffnen als vor's Schienbein treten.Ich persönlich kann ein schlechtes Fahrverhalten meiner Dicken an zwei Sachen festmachen.Entweder benötige ich dringend neue Reifen oder ich hätte an dem Tag besser gar nicht erst aufs Motorrad steigen sollen,weil ich einfach nur sche....... drauf war.Ich habe meine Dicke im originalen Zustand jetzt im zehnten Jahr und sie begeistert mich immer wieder.Ich bin aber halt auch nur ein Normalo in unserer Mororradwelt.:001:

Aufsteigen und sich wohlfühlen und nicht nach Problemen suchen,wenn sie sich nicht gerade selbst auftun.:22 - Meinung:
 
Schliesse mich Jim Knopf an, Jürgen ::19 - guter Beitrag:

Mein Senf dazu : Ein optimales Fahrwerk kann man nur haben / einstellen (wenn man's kann) wenn die zu fahrende Strecke genau bekannt ist - das ist wohl nur auf der Rennstrecke der Fall. Alles andere ist nur der möglichst gute Kompromiss zwischen allen auf Öffentlichen Strassen möglichen -und das auch noch in trockenen und nassen - Bedingungen. Und das passt halt manchmal mehr und manchmal weniger gut. Selbst wenn man der Weltmeistermaschine eines Valentino Rossi nun mal das "Perfekte" Fahrwerk unterstellen mag - ich denke da sind wir doch in dem Berreich wo nicht mehr geht oder ? Dann würde man doch da wieder die ungenügende Alltagstauglichkeit bei enormen Wartungsaufwandt und kosten bemängeln. Wenn man nun diese ganzen Anforderungen zusammen zählt, und das ganze auch noch bezahlbar haben will, und unterm Strich dann CBF 1000 - egal ob mit oder ohne F - steht finde ich, ist die Aufgabe mit "sehr gut" erfüllt. Ich habe mir ein Wilbersfahrwerk eingebaut weil von kräftigerer Statur, das Serienfahrwerk da einfach überfordert ist und nicht funktionieren kann. So Ausgestattet kann meine CBF bis jetzt immer noch mehr als ich mich traue. :22 - Meinung:
 
Zuletzt bearbeitet:
Auf der letzten Motorradmesse in Köln habe ich mir alle Bikes angesehen. Viele von den modernen Mopeds sahen mir irgendwie zu insektenartig aus, auf fast alle anderen passte ich einfach nicht. Nur die Dicke und eine Duccati blieben übrig. Ein Kumpel, der die SC58 fährt, hat sie mir dann empfohlen. Und das war gut so! Und ich habe sie dann neu für unter 9 T€ bekommen. Das nur mal so am Rande.

Dank der Hilfe von 2-3 Spezis hier im Forum habe ich das Fahrwerk der SC64 bestmöglichst eingestellt und danach bei einem Schräglagentraining die Dicke (auf einem planen Übungsplatz) bis an die Grenze bewegt. Seitdem weiß ich: Das, was sie kann, möchte ich auf der Straße nur im Notfall ausreizen müssen.

Natürlich lese ich auch die Wilbers-Postings und erwische dann mich beim Träumen, was denn dann wohl noch alles möglich wäre, aber warum? Oder doch? :wirr2:
 
Mach ich. Na dann nenne mir doch mal ne eklatante Fahrwerksschwäche .....

Es geht nicht um eine "eklatante Fahrwerksschwäche", sondern darum dass die nach deine Aussage "nahe am Optimum" ist.

Ist ein kleiner, aber feiner Unterschied.

Wenn du auch nur ein bisschen Gefühl in Allerwertesten hast, spürst du bei den heutigen Temperaturen nach wenigen Kilometern "Spass-Modus" schon das Nachlassen der hinteren Dämpfung.
Gleiches gilt auch für die Abstimmung Druck- und Zugstufe der Gabel, passt auch nicht zusammen.... wie gesagt im "Spass-Modus"

Die Unterschiede sind auch für "Normal-Fahrer" erfahrbar... Gönne dir hinten ein Öhlins und lass die Gabel von Franzen und Co. überarbeiten. Danach bist du wenigstens einen Schritt weiter in Richtung Optimum gekommen.

Womit du Spass hast, ist auch nicht Thema deiner Aussage, den glaube ich dir ja auch mit der Serienfahrwerk.


@Jürgen

Mitläufer gibt es viele, auch viele die keine Ahnung haben. Vielleicht solltest du mal auf unser AHT mitkommen, damit du auch mal andere kennenlernst. Die Spanne der Motorräder reicht da von 50 - 150 PS. Wobei 50 PS auf den richtigen Straßen ganz gut mithalten können. Wenn das Fahrwerk stimmt und der Fahrer etwas kann.

@Ändi

Ja das "perfekt" eingestellte Fahrwerk gibt es nur auf dem Track - aber ein gutes Fahrwerk funktioniert auch auf unbekannten Straßen deutlich besser als ein schlechtes Fahrwerk. Alleine die thermischen Reserven der Dämpfer hinten machen schon extrem viel aus. Was nützt es mir, wenn der Dämpfer kalt und warm funktioniert aber einbricht wenn er heiß ist. Und die Reserven guter Federelemente sind deutlich höher.

@Spezi - good posting. Keiner muss, jeder kann... ganz so wie sie mögen
 
@Jürgen

Mitläufer gibt es viele, auch viele die keine Ahnung haben. Vielleicht solltest du mal auf unser AHT mitkommen, damit du auch mal andere kennenlernst. Die Spanne der Motorräder reicht da von 50 - 150 PS. Wobei 50 PS auf den richtigen Straßen ganz gut mithalten können. Wenn das Fahrwerk stimmt und der Fahrer etwas kann.

Hi Manfred, leider kann ich schon wieder nichts mit einer Abkürzung wie "AHT" anfangen. :Konfus2:

Allerdings kenne ich schon den Unterschied zwischen einem guten-, falsch eingestellten-, richtig eingestellten oder auch edel optimierten Fahrwerk.
Aber ich bleibe dabei: Für den einigermaßen gesetzeskonformen Spaß auf einem Motorrad reichen Serienfahrwerke und moderne Reifen heute aus.
Platz für Optimierung ist bei jedem technischen Gerät vorhanden, keine Frage.
Worüber in der Fahrwerksdiskussion etwas verdeckt geredet wird ist der Betrieb eines Motorrades in (Geschwindigkeits)Bereichen die dafür sorgen, dass in manchen Regionen das Verständnis für Motorradfahrer schwindet. Wer das leugnet belügt sich leider selbst.
Wenn dann gesagt wird bessere Fahrwerke böten in bestimmten Situationen höhere Sicherheit ist das auch oft ein Scheinargument. Wenn ich ein modernes Standardfahrwerk so ausreize dass es riskant wird, bewege ich mich im öffentlichen Verkehr meist weit jenseits des gesetzeskonformen Bereichs. Ich hoffe wenigstens da sind wir uns einig.

Und weiter: Dass ein guter Unten-Mitte-Motor in einem leichten, auf gute Fahrdynamik ausgelegten Fahrwerk mit exzellenter Geometrie auf der verwinkelten Landstraße reicht, um mit den "Großen" mitzuhalten......das sind meine Worte die ich schon seit Jahren verwende.
Wir dürfen allerdings nicht verschweigen dass das nur so lange gilt, wie die Geraden zwischen den Kurven nicht zu lang werden.
Da hilft dem 50-Pferde-Bändiger dann (manchmal) nur noch die hohe Kunst des flüssigen Fahrstils.
Und genau diesen Fahrstil beherrschen in Zeiten von "Hahn voll auf-Hahn zu- Bremse voll rein- Hahn voll auf" nicht mehr all zu viele Motorradfahrer.
Einzig eventuell noch die Piloten älterer Kardanmaschinen die sowas nicht verzeihen.
Allerdings ist diese Schilderung bei mir mit der Frage verbunden: Brauche ich diesen Konkurrenzgedanken auf öffentlichen Straßen?
Muß ich mich mit anderen Fahrern dort messen?
Die Antwort für mich heißt ganz klar: NEIN!

Aber mit solchen Thesen sind "Normalos" wie ich möglicherweise steinzeitliche Fossile unter den Motorradfahrern.
Damit kann ich jedoch gut leben.
Ich lege weniger Wert darauf der erste am Ziel zu sein. Ich bin lieber der gesündeste am Ziel, der ganz nebenbei auch noch was von der Gegend gesehen hat durch die er fuhr.

Und wenn ich mal den Hammer rausholen wollte, dann nur auf einer Rennstrecke. Dann auch gern mit optimiertem Fahrwerk.
Aber eben auch nur da!
 
.... Für den einigermaßen gesetzeskonformen Spaß auf einem Motorrad reichen Serienfahrwerke und moderne Reifen heute aus.

AHT = Alt Herren Tour, 2015 in die Pyrenäen

Jürgen ich bin nicht deiner Meinung.

Ich habe hier vor der Haustür eine schöne kurvenreiche, winklige Strecke. Tempo 100 ist zulässig, du wirst dich aber meistens zwischen 70 und 90 bewegen. Auf der rechten Hälte deiner Fahrlinie wurde ein Kabel, Wasserleitung usw. verlegt und recht mäßig wieder zugeflickt (viele Bodenwellen). Die linke Hälte der rechten Fahrbahn ist glatt wie ein Babypopo.

Fährst du gesetzeskonform auf der rechten Hälfte deiner Fahrbahn ist dein Fahrwerk gefordert. Fährst du auf der linken Hälfte deiner Fahrbahn hat das Fahrwerk nichts zu tun - aber ich muss dir nicht sagen wo du dich da in Linkskurven mit deinem Kopf befindest.

Die Reifen machen das mit (solange das kein MPR4 bei den 30° ist), bei 30° Temperatur ist eine CBF nach wenigen Kilometern mit den OEM Dämpfungskräften hinten fertig..... und das alles gesetzeskonform.

Von div. Passstraßen mag ich jetzt gar nicht anfangen....

Ein gutes Fahrwerk hängt nicht an 150 oder 200 km/h auf der Landstraße....
 
AHT = Alt Herren Tour, 2015 in die Pyrenäen

Jürgen ich bin nicht deiner Meinung.

Ich habe hier vor der Haustür eine schöne kurvenreiche, winklige Strecke. Tempo 100 ist zulässig, du wirst dich aber meistens zwischen 70 und 90 bewegen. Auf der rechten Hälte deiner Fahrlinie wurde ein Kabel, Wasserleitung usw. verlegt und recht mäßig wieder zugeflickt (viele Bodenwellen). Die linke Hälte der rechten Fahrbahn ist glatt wie ein Babypopo.

Fährst du gesetzeskonform auf der rechten Hälfte deiner Fahrbahn ist dein Fahrwerk gefordert. Fährst du auf der linken Hälfte deiner Fahrbahn hat das Fahrwerk nichts zu tun - aber ich muss dir nicht sagen wo du dich da in Linkskurven mit deinem Kopf befindest.

Die Reifen machen das mit (solange das kein MPR4 bei den 30° ist), bei 30° Temperatur ist eine CBF nach wenigen Kilometern mit den OEM Dämpfungskräften hinten fertig..... und das alles gesetzeskonform.

Von div. Passstraßen mag ich jetzt gar nicht anfangen....

Ein gutes Fahrwerk hängt nicht an 150 oder 200 km/h auf der Landstraße....

Hi Manfred, niemand verlangt dass du meiner Meinung bist.
Ebenso ist es aber so, dass ich da wo 100 km/h erlaubt sind, die nicht auch unbedingt fahren muß!
Oder ballerst du mit dem Auto auch mit 100 km/h über Buckelpisten, nur weil es ja erlaubt ist?

Letzter Punkt: Wie viele Kilometer verbringt der Durchschnittsfahrer pro Jahr auf Passstraßen?
Und wenn ich die fahre, will ich auch Landschaft sehen.
Sprich: Auch dann muß ich nicht am Limit um die Ecken düsen.

Aber da haben wir halt ganz unterschiedliche Herangehensweisen an das Thema Motorrad fahren!
Ist doch auch gut so.
 
Jürgen es geht nicht um die unterschiedlichen Philosophien beim Motorradfahren.

Es geht um ein Fahrwerk das angeblich nahe am Optimum sein soll.

Ich kann dir auch eine ganz profane Alltagssituation für jedermann skizzieren.

Geh mal mit der CBF bei hohen Temperaturen in den ABS Regelbereich auf einer Buckelpiste und mach das ganze mal nachdem du die Gabel "individualisiert" hast.

Deiner Meinung, dass man nicht 100 fahren muss, nur weil es erlaubt ist und dass man auch gerne mal Landschaft schauen mag, schließe ich mich gerne an. In diesen Situationen so beim touren oder cruisen ist das Serienfahrwerk ja auch völlig ausreichend - aber dennoch bei weitem nicht "nahe am Optimum". Nur um diese Aussage geht es......
 
Es ist schon ein Dilemma! DAS optimale Fahrwerk ist natürlich ein Traum. Und wir sind uns einig, dass das "Optimum" ausschließlich für den aktuellen Einsatzzweck gelten kann.
Ich komme grademal wieder aus den nördlichen Cevennen zurück. Auf dem Weg hin und zurück und bei Bespaßen dort unten begegnen mir täglich völlig unterschiedliche Straßenqualitäten. Da gibt es die lecker neu gemachten Nationales mit langen (oder auch mal garkeinen) Kurven auf denen man kaum verstehen kann, weshalb man dort nur 90 fahren darf - und es eigentlich auch fast nie tut. Da fährt man aber auch auf diesen einspurigen Dingern, wo man eigentlich nie viel mehr als 20 Meter Sicht auf die Straße hat, weil es dann wieder um irgendeine Hügelkante geht. Auf letzteren steht häufig ein Schild, das die Begrenzung auf 50 km/h aufhebt - freie Fahrt also an Stellen, wo man mit Rollsplit, Gegenverkehr zu rechnen hat und die Sichtweite selbst bei ansonsten guten Randbedingungen eine Geschwindigkeit von >40km/h unvernünftig erscheinen lässt.
Es gibt dazwischen die gut ausgebauten Departmentales die sehr fluffig fahrbar sind, wenn man sich mit teilweise welligem Belag arrangieren kann. Sie sind meist angenehm im Bereich zwischen 60 und 100 fahrbar, und sind schuld an meiner angeschliffenen Unterverkleidung. Alles sehr legal. Der PAGT hat das bei 35 Grad Lufttemperatur im Schatten brav mitgemacht.
Was etwas geschwächelt hat, war mal wieder das "Fahrwerk". Aber um ehrlich zu sein, wenn's einer wissen will, dann kriegt er alles überfordert. Man kann mit Serie schon wirklich flott unterwegs sein - und wenn man an Grenzen herankommt, muss man eben ein bisschen zurückschalten.
Viel lieber erkenne ich bei klarem Verstand die Grenzen des Materials und kann mich einbremsen, als dass das Material so gut ist, dass ich völlig berauscht die eigenen Grenzen zu spät bemerke. Das ist nebenbei bemerkt auch mein Kritikpunkt an den PAGT - die sind imho zu gut für die CBF, oder zu gut für mich...

Schöne Richtung, die die Diskussion genommen hat - habe mit großer Freude den Leserückstand aufgeholt.
 
Viel lieber erkenne ich bei klarem Verstand die Grenzen des Materials und kann mich einbremsen, als dass das Material so gut ist, dass ich völlig berauscht die eigenen Grenzen zu spät bemerke.

Gegen diese an sich richtige Einstellung spricht nur eine einzige Einschränkung: Wenn dein Fahrwerk dir im Falle einer Notbremsung den Bremsweg "versaut".... dann war das keine Risikominimierung.
 
Gegen diese an sich richtige Einstellung spricht nur eine einzige Einschränkung: Wenn dein Fahrwerk dir im Falle einer Notbremsung den Bremsweg "versaut".... dann war das keine Risikominimierung.

Freilich hast Du da recht...aber... wenn ich die technischen Grenzen der Fuhre kenne und solange ich mir eingermaßen bewusst bin wo ich mich gerade befinde, ist das Einzige was mir irgendwas versauen kann, mein zu ungestümer Vorwärtsdrang.
Ich wollte keine Lanze für möglichst miserable Fahrwerke brechen! Nach etlichen Jahren auf der XJ900 scheint mir das der CBF ausgesprochen vernünftig. Die Dicke geht echt nur in die Knie, wenn einen der Hafer sticht. Und das Hauptproblem ist dann imho definitiv nicht die Dicke und ihr Fahrwerk, sondern der Hafer. Ruhig Brauner! :-) Mann kann oft genug auch in dem Bereich Spaß haben, wo die Technik noch funktioniert... auf manchen Strecken muss man sich halt leider ein wenig zurückhalten.
 
Frage an die SC64-Wilbers-Fahrer

Das Fahrwerk komplett auf Wilbers umzurüsten (progr. Gebelfedern+Öl, Federbein) kostet je nach Zeitpunkt und Ort des Einkaufs etwa 550-660 €. Das ist ja nicht grade wenig.

Wer von euch Solo-Fahrern hat es denn getan und würde es wieder tun? klick/klack
 
Das Fahrwerk komplett auf Wilbers umzurüsten (progr. Gebelfedern+Öl, Federbein) kostet je nach Zeitpunkt und Ort des Einkaufs etwa 550-660 €. Das ist ja nicht grade wenig.

Wer von euch Solo-Fahrern hat es denn getan und würde es wieder tun? klick/klack

Ich ! Mein Fahrwerk hat mit Rabattaktionen von Wilbers und Polo rund 1050€ gekostet. "Wenn schon - dann auch Richtig" Darin enthalten ist zusätzlich zu dem 641er + Hydr. Federvorspannung und den Federn noch ein Gabeltunning von Franz Racing. Die CBF geht jetzt auch auch bei "zügiger" Fahrweise wie auf Schienen durch die Kurven, lässt sich auch durch Unebenheiten nicht mehr aus der Ruhe bringen. Vermittelt immer ein sehr sicheres Gefühl. Habe auch bei meiner Suzuki GSX 1100G das Fahrwerk optimiert, da ursprünglich für den Amerikanischen Markt gedacht, für hiesige Straßen viel zu weich. Nach den ersten Fahrten mit meiner "neuen" BMW R 1000 R hat das Serienfahrwerk hier einen sehr Positiven Eindruck hinterlassen, so das hier wohl keine Änderungen anstehen. Ich spare mir lieber anderen Heckmeck wie irgendwelche Brülltüten aus dem Zubehör, investitionen ins Fahrwerk haben sich bei mir immer als gut ausgegebenes Geld erwiesen.
Deshalb - wenn's für mich nicht passt - immer wieder.

Gruß Ändi
 
Fahrwerk

Das Fahrwerk komplett auf Wilbers umzurüsten (progr. Gebelfedern+Öl, Federbein) kostet je nach Zeitpunkt und Ort des Einkaufs etwa 550-660 €. Das ist ja nicht grade wenig.
Wer von euch Solo-Fahrern hat es denn getan und würde es wieder tun? klick/klack

Hallo Ändi,
so etwas mache ich seit den ersten Trainings in den 80igern und es hat immer wunderbar funktioniert.
Bei der CBFF habe ich ein Federbein und Federn/Öl von Wilbers verbaut.
Die CBFF hat die richtige Höhe und die Dämpfung macht auch auf der NS nicht schlapp.
Fahrverhalten, Stabilität und auch Komfort sind wunderbar.
Kurzum das war gut so und die Investition war ihr Geld wert.
Empfehlenswert
Gruß
Th.
 
Zurück
Oben Unten