Das Problem sind nicht "schmutzige" oder "saubere" Autos,
sondern ZU VIELE Autos, vor allem die, die rumstehen.
Warte mal, dieses Argument habe ich schon bei der Diskussion neulich im Radio bezüglich Car-Sharing nicht verstanden. Da wurde sinngemäß gesagt, dass Carsharing dem Umweltschutz dient. Inwiefern schadet denn ein Auto, das rumsteht, der Umwelt? Wenn man mal von der Produktion absieht, die eine Menge an Umweltlasten erzeugt**, ist es doch Latte, ob ich mit meinem eigenen Fahrzeug Strecke X zurücklege oder mit einem geliehenen.
**Ich bin eh der Überzeugung, dass das umweltfreundlchste Auto das ist, das nicht mehr produziert werden muss. Geht mal in ein Stahlwerk, eine Glashütte, eine Alugießerei oder in die Polychemie etc. und denkt dann mal an den ökologischen Fußabdruck eines ach so sauberen Neu- bzw. Elektroautos nach. Bei letzteren kommt noch hinzu, dass die Gewinnung von Lithium und seltene Erden der Erde nachhaltig schadet. Blendwerk in meinen Augen.
Akkumiete 30-60€ im Monat (der Akku kann aber auch gekauft werden)
Ich verfahre nen Hunni an Sprit pro Monat, das sind rund 1000 km. Für den Nissan Leaf werden exemplarisch 5€ Strom pro 100 km angenommen (
Quelle), also für die 1000 km sind das nochmal 50 Euro Strom. Fazit: Lohnt nicht.
Noch eins: Ich wohne auf dem Land mit eigener Garage. Ich könnte, wenn ich wollte und es Sinn machen würde, ein E-Auto fahren und auch laden. Was ist mit den Städtern? Laternenparkern? Abertausende Ladestationen im Stadtbild? In jeder Straße? Das kann nicht ernst gemeint sein.
Ich stimme Thomas zu: Wasserstoff, gewonnen im Elektrolyseverfahren mittels erneuerbarer Energien, verteilt an Tankstellen wie jetzt Benzin, Auto betankt in Sekunden. DAS ist die Zukunft, und nicht das Hirngespinst, das uns unsere Regierung jetzt als Schnellschuss in hektischem Aktionismus in den Kopf gepflanzt hat. Wasser gibts zuhauf, Sonne in bestimmten Regionen ebenso. Wer E-Autos für Emissionsfrei hält, dem kann ich gerne mal ein paar Bilder vom hiesigen Horizont und von den Tagebauen Hambach, Garzweiler und Inden schicken, ersatzweise von den Horden an Windkraftanlagen, die die Landschaft verschandeln und die oft genug still stehen, während unsere Kohlekraftwerke lustig weiterbollern.
Gut gemeint ist nicht gut gemacht, und meiner Meinung nach geht es in erster Linie - wie weiland 2009 - um die Ankurbelung der (Automobil)wirtschaft.
Und ja, es muss was passieren, aber der Weg, den wir jetzt gehen (sollen), ist Schwachsinn.