Ladezyklenfestigkeit von lithiumbasierten Akkumulatoren sind aus der Mobiltelefonie, von Tablet und Note- sowie Netbooks seit einiger Zeit beobachtbar und Datenmaterial sollte in ausreichender Menge vorhanden sein. Dass die KFZ-Akkus mehr oder weniger aus den gleichen Zellen - nur eben in großer Stückzahl parallel und in Reihe - zusammengefrickelt sind, wie in Kleingeräten eingesetzt werden, ist ja auch schon durchgedrungen.
150tkm als Nutzstrecke dürfte vielen reichen, die im Jahr eh nur um 10tkm fahren (viel mehr fahren wir angeblich nicht - im Durchschnitt!). Nach 15 Jahren Nutzung sind dann soviele Bauteile "riskant", dass man eh mal wieder was Neues kaufen sollte. Bremsscheiben, Lager, Lenkung... nur weil Elektromotoren angeblich nicht kaputt gehen heißt das ja nicht, dass es keinen Verschleiß gibt. Grade Bremsscheiben sterben wohl am E-Auto früher, weil sie wegen Rekuperation zu selten benutzt werden.
Bei den kleinen aktuell verfügbaren E-Autos mit 120-180km theoretischer Reichweite müsste man dann für die 150tkm eher 1000-1500 Zyklen sicherstellen können, sonst wird ggf. doch ein Akkutausch in der "normalen" Nutzungsdauer fällig.
gestern übrigens irgendwo gesehen: Audi E-Tron mit 95kWh Kapazität und angeblich 700kg Gewicht für Batterietechnik. Ich stell mir grad vor, dass wir bald 40 Millionen E-Fahrzeuge mit je 3-400kg Batterien rumfahren haben, die nach 10 Jahren für weitere 10 Jahre in Solarparkspeicher integriert werden und wir dann im Jahr 2050 jährlich vor rund 150 Millionen Tonnen schrottreifer Litiumverbindungen und deren Verbundgehäusen stehen, für die wir dann hoffentlich eine Recyclinglösung haben... das ist das kleine deutsche Problem auf das wir zusteuern, weltweit gibt's noch viel mehr Autos und wohlwollend ausgedrückt entsprechend mehr Potential für die Recyclingwirtschaft. Ist natürlich cool, wenn wir heute laut Prospekt nahezu CO2-neutral rumfahren können. Die Rechnung zahlen wir wie bei Atomenergie irgendwann mal - wir sind gottlob schon so alt, dass meisten von uns vermutlich längst Wurmfutter sind, wenn die Sache platzt.