Honda CB 1000 GT - ein erster Fahrbericht

hajü

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Mein erster Fahrbericht Honda CB 1000 GT:

wie vielleicht Einige von Euch wissen, konnte ich auf meiner geliebten Dicken CB1300 nicht mehr länger sitzen. Kniewinkel und Sitzposition waren einfach nicht Ü70-gerecht.
Auf der Messe im Frühjahr in Dortmund konnte ich die neue GT Probesitzen und gleich zum Händler und bestellt.
Nach nahezu 6 Monaten ging es schwupp, und die GT war da. Ich hatte mir eine Rote gesichert.

Nun am Sonntag war die erste Eingewöhnugstour durchs Bergische mit 184 km.

Hier meine Erfahrungen:

1. Ergonomie
Die Sitzposition ist extra entspannt durch eine hohe und extrem bequeme Sitzhöhe. Ich habe die Komfortsitzbank. Der breite Lenker sorgt für ein tolles Handling.
Der Stand ist sicher, bei kleineren Größen allerdings schwieriger. (Bin 186cm)
Die Lenkerposition führt zu entspannten Unterarmen-, Schultern- und Nackenmuskeln.
Der Tank ist etwas breit, nun wollen 21 l auch untergebracht sein, aber breitbeinig sitzen ist für uns Männer ja kein Problem. Trotzdem ist ein Knieschluss gegeben.
Die Pedalerie und Hebelei fühlt sich auch auf Anhieb sehr gut an, die Kupplungskraft ist sehr leicht, trotz der 150 PS, und damit sehr angenehm für Unterarm- und Handmuskulatur.
Die Bremsen sind sehr feinfühlig zu dosieren und erfordern relativ wenig Handkraft. Eine Vollbremsung habe ich allerdings noch nicht probiert, kommt noch, wenn die Bremsen eingefahren sind.

2. Motor
Zum Tip des Hondaexperten, die ersten 500km nur bis 4000 Umdrehungen sag ich nur: vergesst es. Das Triebwerk dreht so willig hoch, da gehts beim Überholen einfach und schnell auf 6-8000.
Dann noch mit Quickshifter zieht die Maschine quasi ohne Zugunterbrechung ab.
Für mich als „alter“ Moppedfahrer ist der Quickshifter gewöhnungsbedürftig, da in meinem Rückenmark das Program „Kupplung ziehen beim Schalten“ so fest verdrahtet ist, dass ich mich richtig auf den Quickshifter konzentrieren muss. Aber dann gehts, hoch wie runter. Durch den elektronischen Gashahn ist die Gasannahme auch butterweich und sehr gut zu kontrollieren, im „Rain“-Modus ist das Ansprechverhalten sehr zart und weich, etwas direkter jetzt im „Standard“-Modus.
Den „Sport“-Modus muss ich noch probieren, wenn ich mit den kölschen Freunden ums Eck ziehe ;-)).
Der Spritverbrauch lag bei 5,6l/100km. Das wird sicherlich noch etwas mehr, wenn ich eingefahren bin

3. Fahrwerk
Die GT hat ein elektronisches Fahrwerk. Viel kann ich dazu nicht sagen, außer das das Fahrwerk auf den ersten km alles weggebügelt hat und mir nichts aufgefallen ist.
Die Maschine liegt sehr stabil und erweckt sofort ein sehr großes Vertrauen, Einlenken und Stabilität erste Klasse, der Angststreifen hinten ist schon weg. Der Gripp mit der Brückenstein-Erstbereifung ist jederzeit richtig gut. Die Standardeinstellung bezüglich Dämpfung und Vorspannung scheint für mich schon sehr genau auf mich (96 kg, nackig mit Zeug unterm Arm) zugeschnitten zu sein.

4. Software
Bevor ich die Einstellungen ändere, muss ich mich erstmal durch das Softwaremenü wühlen. Das ist zugegebenermaßen sehr vielschichtig aber das kennt man ja vom Auto, oder vom PC, oder Handy. Muss man sich halt durcharbeiten.

5 Fazit
Sofern das nach 180km möglich ist. Der erste Eindruck ist absolut positiv und ich bin froh, diese Entscheidung so getroffen zu haben. Kein Popo tut mehr weh, keine Knie tuen weh, keine Füße schlafen ein, die Sitzposition ist einfach perfekt.

Ein kleines Manko gibt es, ich bin selbst für die hohe Scheibe ca. 5 cm zu groß. Die Verwirbelungen sind um den Helm selbst in der höchsten Position störend. Wenn ich mich 5 cm kleiner mache, ist alles ruhig, aber nach 5 Minuten schmerzen dann die Schultemuskeln.
Nun gut, man kann nicht alles haben.

So, die ersten Eindrücke der neuen GT, falls es Euch interessiert.
 

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Da scheint alles richtig gelaufen zu sein!

Ich bin auf die nächsten Eindrücke gepant und hoffe Deine GT 2027 auf dem Jahretreffen in Augenschein nehmen zu dürfen :29 - Prost:

Viel Spaß mit dem neuen Mopped, HaJü!
 
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