Ventilspiellehre

Als alter Messtechniker interessiert mich beim Lesen dieses Threads zunehmend, ob einer was über die Genauigkeit von so Dingern weiß. Es ist mir bekannt, dass man auch mit beliebig untauglichem Messzeug nur solange rumhantieren muss, bis der gewünschte Wert angezeigt/bestätigt wird, aber wenn man dann doch richtig einstellen wollen würde... wie genau tät man's denn hinbekommen, sofern man die Fühllehre korrekt bedienen kann?
Ergibt sich nicht bei diesen Preisen (<10€) schon fast zwangsläufig eine Genauigkeitsklasse 3 oder höher und somit ohnehin plusminus ein Hundertstel der Solldicke? Und wenn man dann zwei Plättchen kombiniert, wird das Ganze ja dadurch nicht wirklich besser...

Gibbs hier Insiderinfo? Maddin, schoma mit som unfehlbaren(tärää!) Digitalmessschieber nachgemessen?

Grob geschätzt würd ich vermuten, dass man mit bezahlbarem Lehrengeraffel gerademal so sicherstellen kann, dass man irgendwo im zulässigen Toleranzbereich des Ventilspiels liegt, man kann auch alle Ventile gleich (im Rahmen der Handhabungsfähigkeit des Anwenders) einstellen - aber sicher(!) sein, dass man eher am oberen oder unteren Ende oder gar in der goldenen Mitte des Toleranzbereichs liegt? Belehrt mich!

Und da ich keine Ventile an halbwegs modernen Dreizylindern einstellen will, hätt ich da noch eine erprobte Lehre aus 19hundertpaarund80 gegen Porto zu verschenken, mit der ich anderthalb Jahrzehnte lang etwa monatlich meine XS penibel auf Sollmaß eingestellt habe... eventuell wegen angegammelter Patina alle Plättchenwerte +0,02 bis +0,05, also ideal um so krummes Zeug wie 0,23 bzw. 0,29 und 0,31 hochpräzise einzustellen :-)

(der letzte Absatz eher als Glosse zu verstehen, aber die Frage war ernst gemeint, was die Dinger für einstellige Euros ab Werk können!)
 
so lange jeder glaubt, er habe die richtige Lehre, ist doch alles gut

(universell anwendbar) :01 - grinsen:
 
Zurück
Oben Unten