Schaltung hakt und "knorpelt"

ducthomas

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Nabend allerseits

Auf der heutigen Tour (wunderschöne 400 km zum Edersee und retour) hatte ich des Öfteren das Problem beim Heranrollen an eine Ampel im 2. Gang dann im Stand den 1. zum Anfahren nicht rein zu bekommen. Intensives Ruckeln/Kuppeln half gelegentlich. Auch die sonstigen Schaltvorgänge (insbesondere rauf) sind hakelig und ...ja "knorpelig" . Es ist immer ein zweiter Wiederstand zu überwinden. Das wiederstandslose Reinflutschen der Gänge, wie bei anderen Motorrädern (auch etwa bei meiner früheren CB 1300) existiert nicht. Einmal gab es beim Einlegen des 1. Ganges ein geradezu BMW-artiges Krachen.
Alles m.E. sehr Honda-untypisch !!
Das Schaltgestänge (bei der SC 64 ja etwas aufwändig) wurde letztens "überprüft und gängig gemacht", nachdem ich das o.g. Problem angesprochen (aber nicht in der heutigen Intensität erlebt) hatte.
Hat jemand einen Tip hinsichtlich Ursache bzw. Behebung mit denen ich meinen Schrauber konfrontieren könnte ??

Gruß Thomas
 
Moin, ggf. zuviel Motoröl eingefüllt? Bin mal auf Max.oder sogar geringfügig drüber gegangen, da hatte ich ähnliche Symptome.
 
Eventuell trennt die Kupplung nicht mehr sauber. Zu wenig Brühe im Behälter, Luft im System? Nehmerzylinder undicht? Geberzylinder baut zu wenig Druck auf bzw. verliert ihn? Hat sich der Schleifpunkt der Kupplung verlagert? Du könntest den Kupplungshebel mal mittels Kabelbinder eine Zeit gezogen halten und pfüfen, ob sich der Druck abbaut bzw. ob die Kupplung trotz gezogenem Hebel wieder greift.

Ich fahre auch Öl am oberen Limit (SC58 ) und kenne derlei Gebahren nicht.
 
Bei meiner etwas älteren CB1300 geht die Schaltung auch nicht (mehr) so geschmeidig wie bei meiner etwas neueren. Das ist aber besser, wenn das Motoröl frisch ist. Versuch mal beim nächten Wechsel 10W40 vollsynthetisch. Ist zwar deutlich teurer aber wenns helfen würde... :Froehlich1:

Kupplung könnte ein Problem sein, aber wenn die nicht richtig trennt, dann merkt man das am erstes im Stand, wenn das Motorrad "schleichen" will. Vielleicht mal explizit drauf achten, die Kupplung beim schalten weit zu ziehen und nicht nur "andeutungsweise", beherzt und unzögerlich hochschalten und mit kurzem Gasstoß runter schalten. Dabei immer drauf achten, dass das Motorrad noch eine gewisse Geschwindigkeit hat und nicht fast steht. Definitive Fehler an diesen Gertrieben sind eigentlich eher nicht üblich oder bekannt.

:Froehlich3:
 
Bei meiner etwas älteren CB1300 geht die Schaltung auch nicht (mehr) so geschmeidig wie bei meiner etwas neueren. Das ist aber besser, wenn das Motoröl frisch ist. Versuch mal beim nächten Wechsel 10W40 vollsynthetisch. Ist zwar deutlich teurer aber wenns helfen würde... :Froehlich1:

Kupplung könnte ein Problem sein, aber wenn die nicht richtig trennt, dann merkt man das am erstes im Stand, wenn das Motorrad "schleichen" will. Vielleicht mal explizit drauf achten, die Kupplung beim schalten weit zu ziehen und nicht nur "andeutungsweise", beherzt und unzögerlich hochschalten und mit kurzem Gasstoß runter schalten. Dabei immer drauf achten, dass das Motorrad noch eine gewisse Geschwindigkeit hat und nicht fast steht. Definitive Fehler an diesen Gertrieben sind eigentlich eher nicht üblich oder bekannt.

:Froehlich3:

Motorrad schleicht nicht, Kupplung immer voll gezogen und auch nicht beim Schalten gezögert !
Das mit dem Öl un der Flüssigkeit überprüf' ich.

Allen bisherigen Kommentatoren erstmal vielen Dank !
Ich hoffe, ich kriege das beseitigt; es reduziert den Spaß schon deutlich !

Gruß Thomas
 
...im 2. Gang dann im Stand den 1. zum Anfahren nicht rein zu bekommen. ...ja "knorpelig" ...zweiter Wiederstand...

Nicht dass Dir das das Getriebe komplett zusammengerostet ist. Das könnte zwischen neben einem technischen Defekt durchaus auch an mangelndem Gebrauch und mangelnder Gewöhnung liegen... Ernsthaft: wenn mir nach der Winterpause was komisch vorkommt, dann gehe ich erstmal nicht davon aus, dass es sich um ein technisches Problem handelt... ein lieber Freunde sagte mir mal: " das Problem ist zu 98% zwischen den Ohren"... und heute ahne ich, dass die Schätzung nich ganz falsch war (manchmal auch zwischen den Ohren anderer... also nicht immer meine!)


Das Schaltgestänge (bei der SC 64 ja etwas aufwändig) wurde letztens "überprüft und gängig gemacht"..

Als mein Reifenfredl beim Kettenwechsel das Schaltgestänge weggeschraubt und fast nicht wieder hin bekommen hätte (es gibt scheinbar für alles genau einen Spezialisten...), hatte er im ahnungslosen Übermut die vertikale Stange des Schalthebelkrimskrams meiner SC58 verstellt - da hatt ich so'n ruppigeres Schaltverhalten auch. Gangbarkeit alleine ist also nicht der alleinige Königsweg - korrekte Längeneinstellung für Deine Schaltgewohnheit kriegt aber der Freundliche kaum auf Verdacht hin (der hat mir im Gegenteil nach der Inspektion mal eine derart verdumbatzte horizontale Stange in der Schalthebelage überlassen, dass ich die erwähnte Abschlussprobefahrt des Meisters massiv anzweifend musste - quasi unschaltbar und eher an die Anatomie eines Känguruhs angepasst - da musste ich dann ran und probieren was mir besser passt)... warum auch immer das bei Dir nicht stimmt, probier einfach mal bei den nächsten Fahrten nach den Zigarettenpausen (pinkeln geht auch - lass auch mal das Granufink weg) eine Längenvariation des letzten Zustands. Mach so lang länger bis Du sicher bist, dass es in dieser Richtung nicht besser sondern noch schlimmer wird - dann probiere in die Gegenrichtung und mach so lang kürzer bis es entweder optimal passt oder auch wieder erkennbar grottig wird (je nachdem wie schlecht Du die Wunscheinstellung getroffen hast, wird es Dir die kurze Pause zur Neu-Einstellung wert sein). Der günstigste Zustand wird dann - wenn nich klar von Dir erkennbar - nicht weit von der Mitte zweier grottiger Enden sein... wenn der günstigste Zustand absolut nicht Deinen Erwartungen entspricht... dann ist das wie in der Liebe bzw. wie wenn man merkt, dass man einen neuen Kühlschrank braucht...

Was machen eigentlich Deine merkwürdigen Geräusche und das merkwürdige Lenkverhalten? Ist dort jeweils Linderung eingetreten? (sorry, bin schon wieder ganz übel drauf :-))
 
Erklärungsansatz......

Moin, eben mal mit dem Schraubi über das Problem geredet. Der ist ein ausgewiesener Honda-Spezialist.
Seinen Lösungsversuch werde ich morgen mit Probefahrt testen und dann (erst dann !!!) berichten. Wenn's stimmt, war Martin am nächsten dran.
Lothar: Die Geräusche sind weg (keine Ahnung wo hin.....), das unangenehme Lenkverhalten hat sich auf den gestrigen 400 km veflüchtigt; es lag zu 50% zwischen den Griffen (der für mich zu schmale und mittlerweile durch den LSL 02 ersetzte Lenker) und zu 50 % zwischen den Ohren (hätte mir ja wirklich jemand sagen können, daß man nur den kurveninneren kleinen Finger raushalten muß, und schon geht's ab in die wunderbar stabile und zielgenaue Kurve ). Ich hatte einfach angesichts des (gefühlten) Mehrgewichts viel zu viel Engagement in das Kurveneinleiten gepackt !
Die Dicke hat übrigens die 30.000 km noch nicht erreicht, ist also flammneu !

Gruß Thomas
 
80%-Lösung

So, der Schraubi meinte, die Zubehör-Hebel - hier der Kupplungshebel - wäre wohl zu eng eingestellt, so daß die Kupplung zwar trennt, aber eben nicht genug.
Gesagt, getan, den (von meiner Vorgängerin auf ihre Griffweite relativ nah eingestellten) Hebel weiter gestellt und los. Naja, also.........subjektiv deutlich besser !
Ich sag' mal, wenn vorher 85 % der Schaltvorgänge Anlass zu Kritik gaben, sind es jetzt nur noch 20 %. Trotzdem ist es für mich gefühlt kein Kupplungs- sonder eher ein Getriebeprobem.
Der Meister ist dann auch nochmal damit gefahren und fand es in Ordnung, besser ging's nicht.
Ich habe beschlossen, daß ich mit dem Zustand leben kann. Insbesondere der erste Gang geht jetzt gut rein. (Braucht man aber wohl eh nur zum Anfahren.)
Ansonsten ist wohl vieles einfach Gewohnheit und ich habe beschlossen, mich eher an dem schönen Motor und dem (für das Gewicht) leichten Handling zu freuen.
Also Schluß mit dem Gejammer ! Jetzt wird damit gefahren, bis mir die Gänge einzeln um die Ohren fliegen.
Ach, ist bei Euch auch der Seitenständer so labberig ? (Rückholfederchen zu schwach oder so ??) Fiel mir heute auf......

Gruß Thomas
 
Mal abgesehen von der einen Ursache mit dem Kupplungshebel.
Kracht es relativ laut wenn du die unteren Gänge schaltest, und geht die Schaltung auch schwergängig?
Es gibt unter VTR 1000 Fahrern einige die behaupten, bei diesen Problemen mit dem VTR Getriebe helfe die Verwendung von Bel-Ray Motoröl.
Kann ich nicht beurteilen, mein VTR Getriebe schaltet sich gut.
 
...Also Schluß mit dem Gejammer ! Jetzt wird damit gefahren...

Ein ganz hervorragender Plan! Und wenn das knorzige Gefühl so bleibt, dann dreh mal an dem Schaltgestänge (einzeln!)... ein Millimeter mehr oder weniger hatte bei mir durchaus spontan spürbare Auswirkungen. Das Bordwerkzeug ist notfalls ausreichend und nach 10 Einstellversuchen von denen nur der erst mehr als drei Minuten dauert, bist Du Dir sicher, dass Du die geschmeidigste aller Einstellungen gefunden hast. Ich habe jedenfalls gestaunt wie gering geometrischer und zeitlicher Abstand sind zwischen "schaltet beschissen" und "so soll's ein"... geht auch als Doppellinkshänder mit vielen Daumen (look@me)!
 
ernüchternder Zwischenbericht

Da mir das knorpelige Geschalte nach wie vor auf den Keks geht und den Spaß verdirbt, habe ich die Dicke zu Seiner Heiligkeit dem offizielle Honda-Händler gebracht und meine Beschwerden geschildert.
Man versprach, nachzusehen..........

Heute dann der Anruf:
Den von mir geschilderten Fehler könne man nicht nachvollziehen. Die Probefahrt-Runde habe ergeben, daß sich die Maschine "wunderbar" rauf- und runterschalten läßt.
Groß irgendwas einstellen könne man am Getriebe sowieso nicht. (Weiß ich auch!!)
Einzige Anmerkung: Die (von meiner Vorgängerin wegen der Griffweite ) montierten v-trec Hebel seien (O-Ton:) "sowieso der letzte Scheiß" und der enger gestellte Kupplungshebel würde möglicherweise den nötigen Hebelweg nicht erreichen.
Letzteres hatte ich auch in Betracht gezogen und natürlich auch die weite Stellung ausprobiert, sowie gefühlt, ob bei enger gestelltem Hebel die Kupplung möglicherweise schleift. Letzteres ist nicht der Fall.

Konsequenz aus den Worten Seiner Allwissenheit des Mechanikers:

Ich bin zu blöd zum Schalten und habe überhaupt keine Ahnung !

Naja, ist ja auch erst mein sechstes Motorrad und bei keinem vorher habe ich eine derartige Schalterei erlebt.( Yamaha, Honda, Harley, Ducati, Kawasaki).

Mal wieder nur noch Millimeter davon entfernt, die ganze Motorradsch......... dranzugeben und stricken zu lernen oder so.

Egal, die v-trecs kommen runter und sind für kleines Geld zu haben.

Am Jahrestreffen darf jeder der interessiert ist mal drauf auf die Schlampe und kucken, ob es ihm genau so geht wie mir.

Gruß Thomas
 
Hi Thomas,

ich hab ja keine CBF mehr. Trotzdem kann ich deine Gefühlslage etwas nachvollziehen.
Meine FJR hat auch ein sehr knochiges Getriebe und dazu noch einen heulenden Primärtrieb.
Das ist wohl allen FJR´s zu eigen, die eine mehr die andere weniger.
Nach ein paar Sommern weiß ich aber, daß das Heulen und das knochige im Getriebe
bei großer Hitze am schlimmsten sind- war ja die letzten Tage auch so.
Wenns zuviel nervt, dann nehme ich halt die olle F 650. Danach macht die
Dicke wieder mehr Spaß. Also verkaufen würd ich nicht direkt, vielleicht tut
einfach nur etwas Abwechslung gut.
Lass doch mal einen anderen SC64 Fahrer mit deiner fahren, der wird einen evtl. Unterschied
eher merken, als die Werkstatt.

Gruß
Norbert
 
Abgeholt:

- Kupplungsgeber und Flüssigkeit überprüft,
- Schalthebel und Schaltgestänge überprüft,
- Probefahrt: kein Schaltproblem festgestellt.

1 Arbeitseinheiten, M: 5

brutto € 44,70

Fährt, kuppelt, schaltet,..... funzt eben.

Na gut !

Gruß Thomas

P.S. Laut HH wird es wohl auf Basis des AT-Motors eine 17-Zoll Variante in Richtung SuMo geben..........
Da wacht der Versys-Fahrer in mir auf........
 
.........dann dreh mal an dem Schaltgestänge (einzeln!)... ein Millimeter mehr oder weniger hatte bei mir durchaus spontan spürbare Auswirkungen.

Voll zustimm !
Hast Du denn mal die Höhe vom Schalthebel auf Deine "Latschen" eingestellt ??
Hatte meinen letztens auch nen Tick tiefer gestellt und prompt hatte ich ein hakeliges Gefühl beim schalten, wieder zurück und das Getriebe schnuffelt wieder.
Die Ölsorte ist auch nicht zu vernachlässigen, hab persönlich gute Erfahrungen mit dem Motul 7100 10W 40 gemacht [hinterdieohrentupf].
 
Ich hatte bis zum Ölwechsel dieses Jahr Liqui Moly "Street" drin, jetzt ist es Procycle von Louis, und ich kann weder was von Hakeligkeit noch irgendeinen Unterschied feststellen.

Das Motul ist aber auf der Agenda fürs nächste Mal, rein aus Neugier, ob sich damit irgendwas verbessert.
 
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