Ein etwas anderer Reisebericht!


Mittwoch 07.08.08 noch 2 Tage arbeiten dann haben wir drei Wochen Urlaub!!! *freu*
Die Wettervorhersage ist mehr als bescheiden f?r Deutschland – wir wollen SonneSandMeer – und nat?rlich auch Kurven!!!

Da war doch was??? Werner hatte uns doch einen Link geschickt „Casa Holly“ in Spanien am Rande der Pyren?en.
Spanien klingt nach Sonne und Meer – Pyren?en nach Kurven.
Also guckten wir uns die Webseite mal an: www.casa-holly.de das was wir sahen gefiel uns gut.
Jetzt mussten wir erstmal den Motorradanh?nger organisieren – hoffentlich war er noch zu haben. Kurzes Telefonat mit dem Verleiher - Anh?nger frei aber erst ab Montag Sp?tnachmittag. Nachdem das klar war griffen wir zum Telefon und reservierten erstmal f?r eine Woche im Casa Holly.

Zuhause begann dann der Endspurt, W?sche waschen, Moppi – und Badesachen zusammen suchen, ach ja der Tiger und die kleine „Dicke“ brauchen ja auch noch neue „F?sse“, haben wir alle Papiere? Oh Schreck, im Reisef?hrer steht man sollte unbedingt die gr?ne Versicherungskarte dabei haben. Wo ist Diese f?r den „Tiger“? „Isch habe noch gar keine!“ Also auf zur Versicherung und schnell noch das Papier der „Begierde“ geholt. Katzensitter organisieren – die Nachbarin die es beim letzten Urlaub gemacht hat war nicht da, die Freundin aus dem Ort hat selber genug Sch… am Hals wollte ich nicht bem?hen also was tun? Die armen Viecher k?nnen ja schlie?lich nichts daf?r, dass es uns in die Sonne zieht! Also die junge Familie von der anderen Stra?enseite angesprochen – wir hatten ja schlie?lich schon so manches Schw?tzchen gehalten. Gerne wollten sie das Sitten auch ?bernehmen. Oh Schreck, dass bedeutete f?r mich auch noch Hausputz machen – denn „die“ waren ja noch nie bei uns und es sollte schlie?lich ordentlich aussehen.
Jeder wei?wie langsam die Zeit vergeht wenn man sich auf etwas freut und wie kurz die Zeit wird wenn man noch eine „riesige“ „To – do Liste hat.
Wir hatten gebucht vom 12. – 19.08.08, um noch etwas vom Anreise Tag zu haben, wollten wir am Montagabend los fahren.

Montagmorgen: Wecker klingelt um 7.00 Uhr (am ersten UrlaubstagL)
aufstehen, fertigmachen, Kaffee trinken (wichtig)
einkaufen - Verpflegung f?r die Fahrt
Kofferpacken (habe ich auch nichts vergessen?)
Nachmittags den Anh?nger abholen (Thorsten)
in der Zwischenzeit habe ich alle Sachen die mit sollten in den Flur zusammengestellt
der Anh?nger ist da, Mopeds verladen (eine Philosophie f?r sich, sechs dicke Spanngurte pro Moped)
Auto beladen (wir fuhren nur zu zweit und nur f?r eine Woche aber…)
Endlich waren alle Klamotten verstaut, die K?hlbox stand auf der R?ckbank, Mopeds waren verzurrt und verladen, die Schl?ssel der Nachbarin ?bergeben der Abfahrt stand nichts mehr im Wege!
Die meisten Einzelheiten der Fahrt spare ich mir hier – das sprengt dann doch den Rahmen. Nach diversen Pausen f?r die Beifahrerin (mein Mann nennt unsere Touren nur noch „Klohopping“) gab es auch zwei Pausen zum Nickerchen machen f?r den Fahrer. Bei der Abfahrt hatte das Navi uns gesagt voraussichtliche Ankunft 7.34 Uhr.
Da kann man mal wieder sehen, Frauen k?nnen nicht sch?tzen.
Letztendlich hatten wir die knapp 1300 km Dienstagmittag hinter uns gebracht.
Wobei die letzten Meter zum Hostal muss ich noch kurz beschreiben.
Madam Navi sagt: „Biegen sie rechts ab in die unbefestigte Strasse!“ Wie bitte unbefestigte Stra?e???
Ja und dann konnte mein Mann einmal zeigen wie gut er das Gespann beherrschte!!!
F?r mich Herzklopfen pur – ein steiniger, holpriger enger Feldweg durchs?t mit Wasserrinnen und zur Kr?nung eine Furt durch ein ausgetrocknetes Bachbett!!!

Das sollte laut Beschreibung im Internet die Ieichteste Anfahrt sein!!! Im Casa Holly angekommen stand f?r mich fest mein Moppi f?hrt wieder unbenutzt mit nachhause – diese Strecke kann ich nicht fahren!!!

Bestes M?tzen Wetter in Spanien! Auto ausladen (das verursachte erst einmal ein breites Grinsen bei den Gastgebern Gaby und Holly) war wohl doch zuviel Zeug das wir mit hatten. Holly versucht mir erst einmal die Panik vor dem Weg zunehmen. Also die „12“ ist zwar der k?rzeste Weg um hier her zu kommen aber auch der schwierigste. Du versuchst erst mal den Weg runter nach La Jonqueras!

Im langsam fahren bin ich gut (sagt mein Mann) also habe ich das am n?chsten Tag ausprobiert und siehe da es war gar nicht schwer!!!!
Auf der Stra?e angekommen ging es los, das Kurvenparadies Pyren?en und die Costa Brava erwarteten mich!!!
F?r die Fahrerei da „unten“ gibt es eigentlich nur ein Wort: phantastischwundervollundsupergut!!!!!
Selbst ich als Anf?ngerin mit gerade mal 7000 km Erfahrung habe es geschafft meinen neuen Reifen fast auf die Kante zu fahren. Das muss man erlebt haben beschreiben kann ich das nicht!!!
Auf 30 km bis zum Strand gibt es 600 Kurven – glaubt mir es kommt der Zeitpunkt wo ihr Euch eine rote Ampel oder mal ein paar Meter geradeaus fahren w?nscht!!!!

Wer keine Probleme damit hat in rustikaler Atmosph?re, bei 30°C im Schatten und in einem Raucherhaushalt seinen Urlaub zu verbringen ist im Casa Holly genau richtig!!!
Gaby und Holly sind Gastgeber wie man sie sich w?nscht – locker, unkonventionell und stets hilfsbereit.
Als ich nach einer Woche (wir haben verl?ngert) immer noch nicht die Angst vor der „12“ verloren hatte, hat Holly kurzerhand f?r uns drei Frauen ein Einsteiger Enduro Training gemacht und siehe da – die „12“ rauf und runter ist kein Problem f?r mich!!!
Wenn ihr auch fahren wollt dann bestellt doch Gaby und Holly sch?ne Gr??e von Thorsten mit dem Tiger und Beate die Slalom auf der Schafsweide gefahren ist!