Leider kann ich ja wegen eines Innen- und Kreuzbandriss' seit zwei Wochen nicht fahren - und hier gibt es nicht genug Lesestoff. Wollt ihr mir nicht eure Geschichten von der Rennleitung erzählen? Ich fange auch an:
Vor Kurzem fuhr ich gegen Mitternacht von der Arbeit nach Hause; leere Straßen, abgesehen von einem Polizeiwagen hinter mir. Wir bogen ein paar mal ab und der Polizeiwagen wechselte zweimal die Spur - geblinkt haben die Ordnungshüter aber nie. Also habe ich das Zeichen für "Hey, achte mal auf deinen Blinker, da stimmt was nicht!" gemacht: linken Arm ausstrecken, Hand auf und zu, auf und zu, kennt man ja.
Nach ein paar weiteren Kreuzungen stoppten mich die Polizisten und einer von ihnen kam auch mich zu. Ich begrüßte ihn freundlich mit "Guten Abend! Schön, dass Sie anhalten!", woraufhin er mich sehr verdutzt ansah. Also erklärte ich ihm, dass ich ihm zu signalisieren versucht habe, dass sein Blinker nicht funktioniert, und ich mich freue, es ihm nun persönlich sagen zu können.
Nach einem Moment der Stille - ich meinte, aus dem Kopf des Schutzmannes das Knirschen von Zahnrädern zu hören und Rauch aufsteigen zu sehen - antwortet er: "Wissen Sie, wenn wir jemanden verfolgen, dann dürfen wir nicht blinken. Wenn wir blinken und dann doch woanders hinfahren, wäre das auffällig.". Zugegeben, die Erklärung ist gar nicht schlecht!
Vorerst war das Thema für mich erledigt und ich fragte ihn, wie ich ihm denn helfen könne. Er antwortete, sie hätten den Verdacht, dass ich illegale Drogen weggeworfen hätte, als ich den Polizeiwagen bemerkt habe. Jetzt war ich kurz baff! Dann fiel mir ein, dass ich ja das Blinker-Warnzeichen gegeben hatte - ausgestreckte Hand auf und zu, auf und zu. Und tatsächlich war das der Moment, ab dem sie mir gezielt gefolgt seien, wie der Freund und Helfer zugab.
Doch nun musste ich ihn einfach fragen: "Warum haben Sie denn dann nicht geblinkt, bevor Sie mich verfolgt haben?"
Er erwiderte in einem tatsächlich etwas kleinlauten Ton: "Vielen Dank, dass Sie so umsichtig fahren. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend!", und zog von dannen.
Viele Grüße
Timo
Vor Kurzem fuhr ich gegen Mitternacht von der Arbeit nach Hause; leere Straßen, abgesehen von einem Polizeiwagen hinter mir. Wir bogen ein paar mal ab und der Polizeiwagen wechselte zweimal die Spur - geblinkt haben die Ordnungshüter aber nie. Also habe ich das Zeichen für "Hey, achte mal auf deinen Blinker, da stimmt was nicht!" gemacht: linken Arm ausstrecken, Hand auf und zu, auf und zu, kennt man ja.
Nach ein paar weiteren Kreuzungen stoppten mich die Polizisten und einer von ihnen kam auch mich zu. Ich begrüßte ihn freundlich mit "Guten Abend! Schön, dass Sie anhalten!", woraufhin er mich sehr verdutzt ansah. Also erklärte ich ihm, dass ich ihm zu signalisieren versucht habe, dass sein Blinker nicht funktioniert, und ich mich freue, es ihm nun persönlich sagen zu können.
Nach einem Moment der Stille - ich meinte, aus dem Kopf des Schutzmannes das Knirschen von Zahnrädern zu hören und Rauch aufsteigen zu sehen - antwortet er: "Wissen Sie, wenn wir jemanden verfolgen, dann dürfen wir nicht blinken. Wenn wir blinken und dann doch woanders hinfahren, wäre das auffällig.". Zugegeben, die Erklärung ist gar nicht schlecht!
Vorerst war das Thema für mich erledigt und ich fragte ihn, wie ich ihm denn helfen könne. Er antwortete, sie hätten den Verdacht, dass ich illegale Drogen weggeworfen hätte, als ich den Polizeiwagen bemerkt habe. Jetzt war ich kurz baff! Dann fiel mir ein, dass ich ja das Blinker-Warnzeichen gegeben hatte - ausgestreckte Hand auf und zu, auf und zu. Und tatsächlich war das der Moment, ab dem sie mir gezielt gefolgt seien, wie der Freund und Helfer zugab.
Doch nun musste ich ihn einfach fragen: "Warum haben Sie denn dann nicht geblinkt, bevor Sie mich verfolgt haben?"
Er erwiderte in einem tatsächlich etwas kleinlauten Ton: "Vielen Dank, dass Sie so umsichtig fahren. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend!", und zog von dannen.
Viele Grüße
Timo


Herrlich nur noch knappe 150 km vor mir, als plötzlich die Autobahn gesperrt war. Also nächste Ausfahrt raus und ab auf die Landstraße. 50 km vor dem Ziel kam es: eine Dose nahm mir in einer langgezogenen Rechtskurve die Vorfahrt. Zum aufrichten hat es noch gereicht, aber zum bremsen nicht mehr. So parkte ich meine einjährige Transalp direkt hinter der B-Säule im Fahrzeug mit ca. 70 km/h ein. Da ich mich rechtzeitig trennen konnte rollte ich übers Dach ab und fand mich im Straßengraben wieder, aber soweit unverletzt. Mein Kontrahent versucht noch mit Vollgas zu flüchten, aber mein Mopped hat ihn daran gehindert. Also aufgestanden und hin da. Der Anblick war elendig : Mopped auf der Seite, Verkleidung und Scheinwerfer schrott, Gabel krumm bis zum Kühler, dessen Inhalt auf der Straße. Erste Äußerung vom Gegner: ".. nix Polizei, wir regeln so...". Aber da hatten Zeugen schon die Rennleitung gerufen, die dann auch relativ schnell erschien in Gestalt eines "gesetzten Endfünfigers" und einem frischen Schulabsolventen. Der Jüngere wurde dann auch zum Skizzen malen und fotografieren geschickt, während der Ältere sich unsere Versionen des Hergangs anhörte ("... der ist viel zu schnell gefahren... mindestens huundertfuffzich"). Nach einer gefühlten Ewigkeit war dann alles aufgenommen und der Jüngere kam auf mich zu und sagte (ACHTUNG Originalzitat): 
