SC64 2013 springt nicht an

N'Abend zusammen,

Ich habe meine SC64/2013 ja erst seit Juni diesen Jahres. Mit 2000 km gekauft, nun hat sie 8000, bei 6000 hat sie noch die Inspektion bekommen und am letzten WE hat sie mich brav ins Sauerland und zurück gefahren. Nun wollte ich heute noch eine kleine Runde drehen und beim Anlassen hört sie sich anders an als sonst - als ob der Anlasser irgendwie teilweise rutscht. Dann machte sie noch zwischenzeitlich den Eindruck, dass sie anspringt, kam aber nichts. Nach ca. 1 min Versuchen war dann die Batterie weitgehend leer. Licht geht noch, aber der Anlasser dreht nicht mehr. Ich hatte noch nie auch nur ansatzweise Startprobleme und nun gleich das. Hat jemand eine Idee? Ich bilde mir ein, dass sich das Starten anders anhörte als sonst.

Batterieladegerät habe ich (noch) nicht. Konkreter Tipp dafür? Darf gerne auch für 's Auto geeignet sein.

Darf die Batterie so schnell aufgeben? Ist doch erst 4 Jahre alt. Gleich ne neue (Gel) bestellen?

Nun konnte ich erstmal auf die SC58 zurückgreifen, aber die soll ja eigentlich verkauft werden.

Grüße

Andreas
 
ICh lade die Batterie mit dem Truma Ladegrät aus dem Wohnwagen. Ist ein nachgebautes ctec cv10. Funktioniert. Ich würde mal starthilfekabel anschliessen dann weiss mann sofort ob es an der Batterie lag.
 
Ich habe mir jetzt gerade das OptiMate 4-Dual bestellt, müsste morgen da sein. Das kann man immer mal gebrauchen. Ich würde ja zunächst sagen, dass die Batterie eher das sekundäre Problem ist, denn der Anlasser hat ja eine Weile gedreht und sonst ist der Motor ja nach 1-2 Sekunden da.
Andererseits habe ich hier auch schon gelesen, dass die alte Batterie nicht die volle Leistung hatte und der Anlasser somit nicht korrekt anlief. Und da das gute Stück nun 4 Jahre alt ist und mein Vorbesitzer recht wenig gefahren ist (man weiß ja nicht, was die Batterie so gemacht hat, wenn er nicht gefahren ist) , kann es ja vielleicht doch gut sein, dass sie einen Hauwech hat.

Wie auch immer - morgen werde ich die Batterie dann schön voll laden und eventuell mal alle Pflegeprogramme laufen lassen, die das Ladegerät so drauf hat und dann schauen wir mal, was passiert. Wenn sie dann anspringt, kann man zumindest Probleme mit der Einspritzpumpe o.ä. ausschließen.

Ich werde berichten.

Grüße

Andreas
 
Hallo Andreas,
ich verwende die Ladegeräte von CTEK und kann es empfehlen. Allerdings könnten preiswertere Geräte genauso gut sein.

Die CBF springt ungerne an, wenn sie mal "nur kurz" gelaufen ist. Sie springt auch ungerne an, wenn die Batteriespannung beim Anlassvorgang zu niedrig wird. Kurz angelaufen und dann leergejuckelt ist daher ein nicht gerade seltenes Problem. Also einfach laden und dann mal schauen, was passiert.
Nach 4 Jahren muss eine Batterie noch nicht defekt sein, speziell die Erstbatterie hält in der Regel länger. Aber sie kann natürlich kaputt sein.

... und beim Anlassen hört sie sich anders an als sonst - als ob der Anlasser irgendwie teilweise rutscht.

Kannst Du das genauer beschreiben? Wird der Anlasser plötzlich schneller wenn er "rutscht"? Oder hört es sich eher so an, als wenn Zahnräder aneinander vorbei "rutschen", also richtig heftig mechanisch?

:Froehlich3:
 
Batterie einmal voll laden.
Danach gut zwei Stunden abgeklemmt stehen lassen.
Nach diesen zwei Stunden Leerlaufspannung messen.
Ist die unter 12,5 Volt ist die Batterie relativ "fertig".
Vier Jahre oder etwas mehr ist bei heutigen Batterien leider oft das Alter was sie erreichen.
Der Tod kommt danach oft sehr schnell.
Bei der CBF ist das Problem, wenn die Batterie eh schon nicht mehr richtig in Ordnung ist, bricht bei laufendem Anlasser die Spannung so sehr zusammen, dass für Einspritzung und Zündung einfach nicht mehr Dampf übrig bleibt.
Wie Martin schon schrieb, besonders die CBF kann da sehr zickig sein.

Falls die Batterie tatsächlich Fratze ist, nimm ein Multimeter mit zum Händler. Liegen die Batterien bei ihm im Laden schon unter einer Leerlaufspannung von 12,6 Volt, lass sie stehen!
Ich mache das immer so.
Allerdings tausche ich nach und nach die Gel/Fliess Batterien gegen LiFePo4 Akkus aus.
In der VTR 1000 funktioniert sie super gut.
Allerdings benötigt man ein Ladegerät, das tatsächlich auch LiFePo4 Zellen laden kann.
Und man muss schauen, wie hoch die Ladespannung der Motorrad LiMa im Leerlauf, wie auch bei mittlerer Drehzahl ist.
Das führt jetzt hier aber etwas zu weit.
In der Regel funzen die LiFePo4 Akkus in den nicht zu alten Mopeten.
 
Wenn das mit dem "Anlasser hört sich an, als würde er ab und zu durchrutschen" stimmt:

Ist dabei manchmal ein leicht schepperndes Geräusch zu hören?
Könnte auch sein dass du den sehr seltenen Fall hast, wo der Anlasserfreilauf zerdengelt ist.
Das solltest du dann aber mit dem Schrauber absprechen.
Prüf erst mal die Batterie.
 
Ich übrigens auch. In 2 von 3 Mopeten verwende ich sie seit 2 Jahren und es gab noch keine Probleme. Das dritte bekommt auch eine, sobald es "soweit" ist.

:Froehlich3:

In meiner VTR 1000 reißt die LiFePo4 Batterie den Anlasser derart kräftig durch, mit solch einer Drehzahl hat der noch nie rotiert.
Selbst wenn sie einige Zeit gestanden hat, springt der Motor ruckzuck an. Mit den ollen Bleiklötzen hat das dann schon mal gedauert.

Ich könnte mir vorstellen in deiner MT 01 macht sich die LiFePo4 auch echt gut!
Meine Bakterie ist von JMT. Die mit integriertem Balancer und Dioden für den Ladezustand.
Als Ladegerät habe ich das Noco Genius G 1100 EU.
 
Kleine Ergänzung: ich würde die LiFePo4 allerdings nicht einbauen, wenn die Ladespannung bei 5000 1/min über 14,5, lieber noch 14,4 Volt liegt.
Diese Batterien haben höhere Ladespannungen nicht so gern!!!!
 
Kannst Du das genauer beschreiben? Wird der Anlasser plötzlich schneller wenn er "rutscht"? Oder hört es sich eher so an, als wenn Zahnräder aneinander vorbei "rutschen", also richtig heftig mechanisch?
:Froehlich3:

Also es hörte sich irgendwie ungewohnt an. Nun muss man natürlich sagen, dass man seinen Anlasser normalerweise ja immer nur 1 sec hört und der Vergleich daher schwierig ist. Der Theorie folgend, dass der Strom zu schwach war kann es natürlich sein, dass der Anlasser in einem Grenzbereich gearbeitet hat. In jedem Fall waren es keine mechanischen Geräusche von Zahnrädern oder so.

Grüße

Andreas
 
Multimeter an der im Moment ziemlich leergeorgelten Batterie sagt 12,06V. Ist das nun schon ein Todesurteil? Oder soll ich mal abwarten, was sie nach dem Ladevorgang und den 2 Stunden Wartezeit sagt?

Grüße

Andreas
 
Wie Jürgen Klammer bereits schrieb: Voll laden und dann 2 Stunden stehen lassen und noch mal messen.

Im CBF-Wiki habe ich gerade mal nachfolgendes "geräubert":

"... Nun überprüft man die Ruhespannung, indem man nach einer Standzeit von ca. zwei Stunden die Spannung mit einem entsprechenden Meßgerät misst:
Sollspannung herkömmliche Batterie 12,5 - 12,8 Volt
Sollspannung wartungsfreie Batterie 12,8 - 13,2 Volt
Liegt die Sollspannung unter den hier angegebenen Werten, sollte die Batterie mit einem geeigneten Ladegerät aufgeladen werden. Geeignete Ladegeräte haben eine Ladeschlussspanung von 14,4 Volt. In der Regel beträgt der Ladestrom ein Zehntel der Nennkapazität.
Jetzt gönnt man der Batterie eine Ruhedauer von ca. zwei Stunden.
Sind die zwei Stunden um, misst man erneut die Ruhespannung wie oben beschrieben. Wird die angegebene Ruhespannung nicht erreicht, kann man von einem Defekt der Batterie ausgehen und sollte sie nach Möglichkeit austauschen."



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Versuche bitte die Batterie mit einem guten Ladegerät voll zu laden.
Nach der beschriebenen Ruhepause die Messung vornehmen.
Wenn die Batterie so tief entladen ist, solltest du sie schnellstmöglich aufladen, also nicht noch warten.
Ob sie noch zu retten ist wird sich zeigen.
 
Meine Lebensdauer der Originalbatterien war bei der cbf 1,5 ( Garantie ) und bei der cbff etwas über 2 Jahre.
Gruß Dieter
 
Meine letzten beiden Yuasas (CB 1300 & VTR 1000) haben jeweils gut vier Jahre gehalten.
Obwohl ich Ganzjahresfahrer bin und nie Kurzstrecken fahre.
Deshalb läuft ja bei mir jetzt der "Feldversuch"...:narr:...mit der LiFePo4.

Da lobe ich mir eine gute alte Autobatterie.
Meine im Auto für alle Tage (Golf IV) hat 14 Jahre gefunzt, obwohl das Auto sommers wie winters draußen steht. Vermutlich hab ich damit Glück gehabt. :41 - tanzen:
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Deshalb haben sie ja auch 4 Jahre gehalten und nicht 1,5 oder 2...

Mit den ach so unmodernen Bleibatterien konnte man früher locker 8 Jahre im Auto fahren (14 ist schon krass), habe mir aber schon sagen lassen, dass das heute vorbei ist. 4 Jahre ist da eher schon die neue Regel.

Grüße

Andreas
 
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